Naturheilkundliche Behandlungstipps bei Erkältungen

Naturheilkunde bei Erkältungen und leichten grippalen Infekten
In den Herbst- und Wintermonaten steigt die Anfälligkeit für Erkältungen und andere grippale Infekte. Erkältungskrankheiten werden meist von Viren verursacht und sind mehr oder weniger heftig einsetzende, oft rasch und akut verlaufende Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege. Wird bereits bei den ersten Anzeichen einer Erkrankung mit einer naturheilkundlichen Behandlung begonnen, können gute Therapieerfolge erzielt und der Verlauf des Infekts verkürzt werden.

Naturheilkundliche Tipps bei (akuten) Erkältungen:
Ernährungstherapie
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Leichte, frische Kost und vermehrt Vitamin C (Obst, Gemüse) zu sich nehmen, da bei Infekten der Bedarf ansteigt und Vitamin C dafür sorgt, dass der Verlauf des Infekts verkürzt wird.

Scharfe Gewürze wie Meerrettich oder Chilischoten verschaffen Erleichterung, weil sie die Nase öffnen. Milchprodukte vermeiden, da sie den Verschleimungsprozess fördern
Mindestens 2 Liter Flüssigkeit (Kräutertee, Wasser) um der Schleimeindickung entgegenzusteuern

Homöopathie bei akutem Schnupfen:
Allium cepa: scharfes Sekret, milde Augentränen, wund machender Fließschnupfen
Euphrasia: milder Schnupfen, scharfe Tränen, reichlich Sekret
Hydrastis: dickes, gelbes, fadenziehendes Sekret mit dumpfen (Stirn-) Kopfschmerzen
Kalium bichromicum: dicker, fadenziehender Schleim, Druck an der Nasenwurzel
Mercurius: dickes, schleimiges, eitriges Sekret, scharf und wund machend

Phytotherapie:
Bei (fiebrigen) Erkältungen werden schweißtreibende Mittel empfohlen. Zum Schwitzen sollte die kranke Person ins Bett gehen! Eine Schwitzkur regt das Immunsystem an und kann sich besser gegen die Virusinfektion zur Wehr setzen, was wiederum zu einer schnelleren Genesung führt.
Wasserdorst: Antiinfetivum, bekämpft Infekte wirksam im Anfangsstadium
Lindenblüten- oder Holunderblütentee: schweißtreibende Wirkung
Hagebuttenschalen und Sanddornsäfte: hoher Gehalt an Vitamin-C

Physikalische Therapie:
Nasenspülungen mit isotonischer Kochsalzlösung oder Meersalz zur Verhinderung der Sekreteindickung und zum Feuchthalten der Nasenschleimhaut.
Warme Füße sind dringend notwendig, um Komplikationen zu vermeiden. Ansteigende Fußbäder als Reiztherapie wirken einer Verschlimmerung entgegen. Fußbad von 33°C auf 40°C ansteigen lassen und zwar innerhalb von 15 Minuten.
Tägliche Bewegung an der frischen Luft.

Naturheilkundliche Tipps zur Prophylaxe – für das ganze Jahr:
Generell hilfreich zur Unterstützung der Abwehrkräfte ist eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung aus frischen Zutaten, eine ausreichende tägliche Flüssigkeitszufuhr von 1,5 – 2 Liter und regelmäßige sportliche Betätigung, möglichst an der frischen Luft.

Ordnungstherapie: bei chronischem, immer wiederkehrenden Schnupfen bieten sich diese Abhärtungsmaßnahmen zur Stärkung der Abwehr an: wie tägliche Bewegung an der frischen Luft, regelmäßige Saunagänge oder Anwendungen nach Kneipp z.B. Wechselduschen und Güsse.

Ist Stress die Ursache der immer wiederkehrenden Erkältungen (Stress schwächt die Abwehrkräfte), sollten Maßnahmen zur Entspannung oder zum Ausgleich mit in die Therapie einbezogen werden, wie z.B. Yoga, Meditation oder andere sportliche Aktivitäten.

Foto: Haneburger
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Originaldatei: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tea_in_different_grade_of_fermentation.jpg

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