Cinnamomum verum: Zimt als Heilpflanze und Gewürz

Besonders in der jährlich wiederkehrenden Adventszeit kommen wir mit Zimt in Berührung, meist beim  Genuss von Weihnachtsgebäck, Glühwein oder Punsch oder beim Schlemmen anderer Süßspeisen. Zimt mit seinem starken, charakteristischen Geruch und dem brennend-würzigen, etwas süßlichen Geschmack kann in verschiedenen Bereichen verwendet werden wie zum Beispiel in der Küche als Gewürz zum Kochen und Backen oder auch als Heilpflanze bei (Verdauungs-) Beschwerden in Form von Tee oder anderen Zubereitungsformen.

Zimt ist eines der ältesten Gewürze der Welt und fand bereits 3000 v. Chr. in China als solches Verwendung. Cinnamomum verum ist eine etwa 300 bis 350 Arten umfassende Pflanzengattung aus der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) und kommt im tropischen und subtropischen Asien und Australien vor.

Inhaltsstoffe: Zimtrinde enthält ätherisches Öl (Zimtöl), Gerbstoffe, Schleim, Gummi, Zucker, Cumarine. Hauptbestandteil des Öls ist Zimtaldehyd, Eugenol und Phenylpropane.

In diesen Bereichen findet Zimt Verwendung:

Heilpflanze:

▪ Zimt lindert Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl, leichten krampfartigen Magen-Darm-Problemen und unzureichender Magen-Saft-Produktion

▪ Bei Durchfallerkrankungen soll Zimt in Form von Pulver mit viel Wasser eingenommen werden, weil die Gerbstoffe im Zimt stopfend wirken

▪ Zimt ist ein wärmendes, verdauungsförderndes Mittel

▪ Zimt wirkt krampflösend, antiseptisch, stärkend

▪ Linderung bei Erkältungen, Husten und Reizungen der Atemwege

Kreislaufanregend


Gewürz:
Zimt wird beim kochen und backen in Form von Pulver oder Stangen verwendet.

Tee: 1 Teelöffel Zimtrinde mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und 10 ziehen lassen – zur Förderung der Verdauung 2-3 x / Tag 1 Tasse Tee zur Förderung der Verdauung trinken

Ätherisches Öl als Massageöl oder zur Inhalation: stark antibakteriell und Pilz tötend, stimuliert den Uterus und wirkt bei chronischen Infektionen, Husten und Reizungen der Atemwege

Inhalation: 5 Tropfen Zimtöl im kochenden Wasser lösen und den Dampf inhalieren
Massageöl: 10 tropfen Zimtöl mit ca. 25 ml Mandelöl oder Sonnenblumenöl mischen

Risiken und Nebenwirkungen:
▪ in Zimt – vor allem im billigeren Cassia-Zimt (chinesischer Zimt) – ist das als gesundheitsschädlich geltende Cumarin enthalten. Finger weg von Fertigprodukten, denn da wird fast ausschließlich dieser Cassia-Zimt verarbeitet.

▪ Cumarin kann bei Einnahme Kopfschmerzen, Leberschäden, Leberentzündungen verursachen.

Zimtrinde und Zimtöl können in größeren Mengen folgende Symptome hervorrufen: Pulsbeschleunigung, Verstärkung der Darmperistaltik, Erhöhung der Atemfrequenz, vermehrte Schweißausscheidung

▪ Bei fiebrigen und heißen Zuständen sollte auf Zimt-Anwendungen verzichtet werden

Tipp: lieber den teureren Ceylon-Zimt verwenden, der in Reformhäusern, Apotheken oder Drogeriemärkten erhältlich ist, weil dieser aufgrund des geringen Cumarin-Gehalts als unbedenklich gilt.

Foto: Lobo
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic
Originaldatei: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cinnamon_Variaties_-_Robin.jpg

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