Fibromyalgie-Syndrom: Möglichkeiten, das rätselhafte Leiden zu lindern

Die Ursachen für das Leiden sind nach wie vor unbekannt und der Leidensdruck für Betroffene ist sehr groß bis die Diagnose Fibromyalgie gestellt wird. Fibromyalgie ist eine generalisierte, mechanisch nicht erklärbare Schmerzsymptomatik der Sehnenansätze und Muskeln mit umcharakteristischen, schmerzhafte Druckpunkten, vegetativen Störungen und psychosomatischem Hintergrund. Die starken Schmerzen können am gesamten Körper auftreten und es vergeht nach wie vor viel Zeit mit etlichen Arztbesuchen. Das Problem ist, dass die Symptome keine Spuren im Blut- oder Röntgenbild hinterlassen anhand derer die Diagnose gestellt werden könnte, keine Entzündungszeichen oder Hinweise auf eine eventuelle Stoffwechselerkrankung sind erkennbar. Aufgrund der fehlenden Ursache werden die Betroffenen nicht ernst genommen, weder von den Ärzten noch von ihren Mitmenschen.
Der einzige Anhaltspunkt ist bisher, dass eine veränderte Schmerzregulation bei Fibromyalgie vorliegt. Weiter vermutet und diskutiert wird eine genetische Grundlage, chronischer Stress und heftige traumatische Erlebnisse.

Etwa 3-4 Prozent der Bevölkerung, eher Frauen im mittleren Alter (zwischen 20.-50. Lebensjahr, aber auch Männer, Jugendliche und Kinder können betroffen sein.

Symptome einer Fibromyalgie sind vielseitig:
– Schmerzen in mehreren Körperteilen
– Druckschmerzhafte Muskeln und Sehnenansätze
– Morgensteifigkeit
– Kopfschmerzen
– Erschöpfung, Müdigkeit, Depressionen
– Reizdarm
– Schlafstörungen

Möglichkeiten, mit Fibromyalgie umzugehen und Beschwerden zu lindern:
Fibromyalgie ist bisher nicht heilbar, aber es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten mit dem Leiden umzugehen und die Beschwerden zu lindern. Das ist sehr wichtig, damit sich Betroffene ihrem Schicksal nicht hilflos ausgeliefert fühlen.

Bewegung und Sport spielen dabei eine zentrale Rolle, auch wenn bei Muskelschmerzen diese Empfehlung zunächst abschreckend wirkt. Ein gewisses Maß an Training (3-4 x in der Woche je 30 Minuten) lindert die Schmerzen, erhöht die Beweglichkeit und steigert das Allgemeinempfinden. Geeignet sind Sportarten wie Walken, Schwimmen, Qigong, Tai-Chi und leichtes Krafttraining, aber auch Spaziergänge an der frischen Luft verschaffen Ablenkung und Linderung.

Ebenfalls als sehr wohltuend gelten Wärme- oder Kältebehandlungen – je nachdem welches Temperaturempfinden zur Verbesserung der Schmerzen führt.  Saunagänge, Infrarot oder eben eine Kältekammer sind dann zu empfehlen.

Für einen besseren Umgang mit der Krankheit und dem Schmerzerleben, für Akzeptanz und Annahme des Leidens wird begleitend auch eine Psychotherapie empfohlen. Häufig verbessert sich das Fibromylagie-Syndrom im Alter von selbst.

Weitere Therapiemöglichkeiten bieten auch alternative Heilmethoden:

Ernährungstherapie:
Eine Übersäuerung des Körpers durch eine langjährige Fehlernährung mit zuviel Zucker, Fett und Weißmehl, kann die Beschwerden verstärken. Es sollte auf einen basenreiche und überwiegend laktovegetabile Vollwertkost geachtet werden. Auch eine Heilfastenkur zu Therapiebeginn ist sehr zu empfehlen.

Akupunktur:
Durch das Nadeln bestimmter Akupunkturpunkte werden körpereigene Selbstheilungskräfte aktiviert, um Gesundheit zu erhalten oder wieder herzustellen. Es bedarf einer ausführlichen Anamnese nach Kriterien der Chinesischen Medizin bei einem ausgebildeten TCM-Therapeuten. Aus der Schmerztherapie ist die Akupunktur nicht mehr wegzudenken.

Klassische Homöopathie:
Grundlage der Therapie ist eine ausführliche Anamnese und eine gründliche Repertorisation bei einem ausgebildeten Homöopathen /-in. Je nach Behandlungsform wird ein einzelnes individuelles Konstitutionsmittel oder ein Komplexmittel erarbeitet.

Infos zum Thema Fibromyalgie:
Deutsche Fibromyalgie-Vereinigung (www.fibromyalgie-fms.de)
2x/Woche Beratungstelefon: 06292 / 928760


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